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BAND INFOS 2012



ABORTED

Ist schon irre, mit welch beiläufiger Fingerfertigkeit diese belgischen Fleischer ihren Geradeaus-Massaker-Feldzug mit allerlei originellen Kapriolen signieren - damit jeder erkennen kann: Diese Blutspur kann nur von Aborted stammen! Fast alle Death-Metal-Kapellen schlagen sich im ewigen Widerspruch zwischen technischer Raffinesse und stumpf-brutalen Axthieben auf eine der beiden Seiten, um diese quasi zum Sieger zu erklären - weil sie auf die andere dann verzichten müssen. Aborted nicht! Das irre Quintett ist eine Art Dexter aus Steroiden und operiert mit der Kettensäge wie mit einem Laserskalpell. Bedeutet: Die Fetzen fliegen wie im chaotischsten aller Bleihagel - und bilden doch einen kunstvollen Reigen. Zeit, sich das Gesicht wegreißen zu lassen!


Internet: www.goremageddon.be
MySpace: www.myspace.com/abortedmetal




ALL SHALL PERISH



Internet: www.allshallperish.com
MySpace: www.myspace.com/allshallperish




AUGUST BURNS RED

Stumpf ist eben nur manchmal Trumpf: Weil ständiges Hin-und-Hergepumpe von Breakdown zu Breakdown am Ende auch keinen coolen Metal-Core macht, setzte die Genre-Hoffnungträger August Burns Red längst auf progressive Elemente , ohne dabei an Math-Gefrickel zu denken. Die vier Ami-Christen aus Pennsylvania krümeln stibizte Stilblüten von Blackmetal bis Flamenco mit regelrecht dreistem Geschick in ihre derben Wutklumpen, so dass man am Ende keine Wahl mehr hat, über die Rechtmäßigkeit der Rezeptur nachzudenken: Das Ergebnis ist einfach nur viel zu geil, das aktuelle Album „Leveler“ gehört in jeden Schrank, die Faust in die Luft und die Nase aus der Wall Of Death heraus in den WFF-Dreck vor der Bühne!



Internet: www.augustburnsred.com
MySpace: www.myspace.com/augustburns




BROILERS

Lässt man sich von den hyperaktiven Broilers aus Düsseldorf die Tanzbeine weggrätschen, kommt dabei doch glatt die Frage auf, warum zur Hölle es vor dieser Truppe noch niemand geschafft hat, Punkabilly so treffsicher und massentauglich mit bissigen Ska-Bläsern zu verbinden. An Versuchen in dieser Richtung hat es in den letzten 10 Jahren ja nun weiß Gott nicht gemangelt – aber noch nie hat es eine Band geschafft, melancholisch angehauchten Abgeh-Shuffle derart zwingend und intelligent in Hitportionen zu verpacken. Die Broilers, mit beiden Beinen langjährig und souverän im Oi!-Untergrund verwurzelt, fegen mit ihrer aktuellen Scheibe „Santa Muerte“ die Konkurrenz derart schmissig und souverän von den Brettern, das es einen fast schwindlig macht – und auch in den großen Mainstream-Hallen gehörigen Eindruck hinterlässt! Dazu kommen ebenso lyrische wie lebenskluge Texte, die direkt das Herz des Hörer zu treffen wissen. Ein absolutes Highlight für alle offenhirnigen Freunde kraftvoller, zeitloser, packender Musik ohne Grenzen!


Internet: http://www.broilers.de/
MySpace: www.myspace.com/broilers




CANNIBAL CORPSE

Hier kommen die ultimativen Auseinandernehmer aus Buffalo: Cannibal Corpse schaffen es auch auf ihrem neuen Rundling “Torture”, mit humorlosem Serienkillergrinsen wieder einmal vom gleichen Fleischbatzen ein derart fettes Stück abzusäbeln, dass einem einfach das Wasser im Mund zusammensabbert. Veränderungen? Keine! Bei den Kannibalen läuft es oberflächlich erneut auf einen archaischen Tötungsreflex zu – aber wenn der Genießer sich lang genug unter der Blutdusche aalt, findet er plötzlich doch wieder tausende neue Verfeinerungen in der Killerpräzision. Und am Ende gilt auch beim gnadenlosen Ami-Death-Massaker: Das Bessere ist der Feind des Guten. Erst recht bei der für die Kettensägenführung so wichtigen B-Note!


Internet: http://www.cannibalcorpse.net/
MySpace: http://www.myspace.com/cannibalcorpse




CARNIFEX

Gar nicht so einfach, eine im Hasenfickbeat rausgehackte Panzergranatensalve auch noch mit krank-genialen Melodieschleifchen zu einem markanten Geschenk aufzuhübschen, an dass man sich auch nach bloßem Vorbeiflug noch ein Leben lang erinnert. Keine Ahnung wie - aber Carnifex aus San Diego schaffen es. Wieder einmal, nachdrücklich und meisterhaft! „Until I Feel Nothing“ nennt sich der aktuelle CD-Fiesling der Deathcore-Amis, mit dem sie die Genre-Speerspitze erneut bösartig anschleifen. Riffmassaker und Blastbeats verschmelzen hier zu einer monolithischen Kampfmasse, die einen sofort an der Gurgel packt. Und auch, wenn man sich nach fünf Minuten bei dieser Band im Pit fühlt, als sei man von einer Rhino-Herde auf Highspeed niedergetrampelt worden – man weiß noch ganz genau, vom wem jeder einzelne Tritt kam. Carnifex – ganz große Wucht-Kunst!


MySpace: http://www.myspace.com/carnifexmetal




CHILDREN OF BODOM

Diese finnischen Sensenmänner können scheinbar alles: Virtuoses Hochgeschwindigkeitsgefrickel der „Steve-Vai-wird-Himmelangst“-Kategorie samt melodischer Hochseilartistik? Aber immer! Dröhnender Berserker-Mitklatsch-Metal für die „Sofort-ins-Ohr“-Fraktion mit retrospektivem Hard-Rock-Mundgeruch? Fuck yeah! Oder gar angepisstes Mördergroove-Gehacke zeitgenössischer Bauart, das den Sackhosenträgern ordentlich den schwarzen Nagellack abblättern lässt? In die Fresse! Anders formuliert: Die Children of Bodom schaffen es, gleichzeitig cool und zeitlos zu sein, was sie zu einer der originellsten, unterhaltsamsten und besten Hochdruck-Metalbands des aktuellen Zeitalters macht. Das Wort „Bombast“ steht bei dieser band für „brutal“: Wer dabei im Pit nicht auf seine Kosten kommt, ist definitiv tot. Und zwar schon länger… Es handelt sich um die - 15th Anniversary European Tour



Internet: www.cobhc.com
MySpace: www.myspace.com/childrenofbodom




COMEBACK KID

Das hier ist 2012 einmalig: Die kanadischen Hardcore-Granaten Comeback Kids zaubern exklusiv beim WFF einen ihrer gefürchteten Sogwirkungs-Pits auf das Gelände! Denn so schwer die Band auch in eine der gängigen Core-Kisten zu packen ist, so unverzichtbar ist sie auch. Comeback Kid prügelgroovt einerseits ziegelstabbtrockenen Oldschool-HC-Mosh vors Brett – mixt dann aber wieder so knackige Bitterhonigmelodien plus Breitwand-Gänsehaut-Shouts dazu, dass selbst verwöhnte Emo-Kids noch jeden Tropfen vom Boden lecken und Traditionsmetaller zwingendes Nackenzucken bekommen. Diese Wundertruppe funktioniert im kalifornischen Surf-Punk-Kontext ebenso wie in der Bronx-Gosse oder vor dem Jared-Leto-Poster an der Dachschräge – und macht dabei doch ihr ganz eigenes Ding. Also: Beide Ohren sperrangelweit auf und alle Muskeln locker!



Internet: www.comeback-kid.com
MySpace: www.myspace.com/comebackkid




CRUSHING CASPARS

So klingt es, wenn ostdeutsche Dickschädel mit selbigen lustvoll wuchtig durch die Wand wummern: Die Crushing Caspars könnte man mit ihrer ebenso grobmotorisch brutalen wie thrashriff-präzisen Mischung aus Metal und Hardcore durchaus als die Erfinder des Metalcore durchgehen lassen. Denn als die Band aus Rostock diese heute so beliebte Art von Rabiatsound zu ihrem Markenzeichen aufbohrte, war das a) unter Metallern wie HC-Schädeln quasi verboten, b) nur im geschützen Raum von Seltsam-Crossover als närrische Schrulle geduldet und c) hatten die heutigen Metalcorler keine Ahnung davon, weil sie noch fieberfreudig ihre Powerranger-Figürchen aus Ü-Eiern pulten. Die Caspars aber sind ihrer Macke treu geblieben und können jetzt endlich ernten: Die Truppe wirkt heute so Circle-Pit-effektvoll wie Caliban und Co, klingt dabei aber völlig eigenständig - besonders im Melodiesektor, der stilvoll aus den Thrash- und Streetrock-Roots der Band gewachsen ist. Und: Man hat sich eine angenehm ostdeutsche Version der NYHC-Credibility bewahrt. Crush, Caspars, Crush!


Internet: www.crushingcaspars.de
MySpace: www.myspace.com/crushingcaspars




DARK FUNERAL

Wie fieser Black Metal richtig geht, darüber streiten sich die geneigten Extremisten seit Jahren: Bibberböse Keyboardatmo? Oder doch lieber nur kirreklirre Rabiatraserei? Einen pechschwarz-genialen Mittelweg beackern dagegen seit Jahren die Schweden von Dark Funeral und halten genau deswegen das essenzielle Extrem des Genres mit konsequenter Brutalität hoch. Irgendwie schafft es die Kaputt-Combo immer wieder, auf der einen Seite gnadenlos böse, ätzend monoton und hasserfüllt krawallig durch die Wallachei zu holzen – um auf der anderen Seite mit gekonnten Melodien die Hörerschädeldecke aufzusägen und dunkle Atmosphäre ohne jeden Synthese-Kleister nur aus mehrstimmigem Gitarrenwandgeflechte auf Beinahe-Filmmusik-Level zu hieven. Hörner hoch dafür!



Internet: www.darkfuneral.se
MySpace: www.myspace.com/darkfuneral




DEBAUCHERY

Du willst Abwechslung? Derlei Gelüste schneidet dir das deutsche Death-Metal-Wunder Debauchery mit dem blutigen Metzgermesser gleich aus der Hirnrinde! Hier geht es um Blut, Blut und nochmals Blut, wobei vor allem die Texte so wunderbar derb überdrangsaliert durch die Gore-Gefilde splattern, dass Debauchery einfach nur noch Spaß macht. Bluuuuut! Aber, apropos Messer: Bei Dunkelheit betrachtet hat die Meuchelbande davon dann doch eine ganz beachtliche Sammlung unterm Kaftan, vom gemein scharfen Slayer-Rasierklingenskalpell über die rostige Benediction-Machete bis zum übermannsgroß-rituellen Bolt-Thrower-Schlachtschwert. Eingesetzt wird das ganze Arsenal außerordentlich effektiv nach alter Schule und mit unverbesserlich rock‘n‘rolliger Konsequenz á la AC/DC. Und warum sind jetzt meine Hände so rot?


Internet: www.debauchery.de
MySpace: www.myspace.com/debaucheryband




DEFEATER

Merkt euch diesen Namen, merkt ihn euch gut: Defeater aus Massachusetts brauchen nur ein kleines Quantum Glück, um aus ihrem leicht punkigen Hardcore-Umfeld heraus zu einem ganz großen Ding zu werden. Das Quartett klingt, plakativ gesprochen, wie eine böse Mosh-Version der frühen Placebo und verbindet deren lustvoll-schmerzliche Schwarzmalerei mit der brutalen Schubkraft von Bands wie Agnostic Front. Gelegentliche Akustik-Einschübe überzeugen mit düsterer Tiefe und ergreifender Melodie ohne klebrigen Emo-Honig, und was diese Band an ebenso schlichten wie atmosphärisch packenden Akkordkonstrukten aus ihren räudigen Streetpunk-Wurzeln züchtet ist schwer sensationell. Eine absolute Entdeckung, deren aktuelles zweites Album „Empty Days & Sleepless Nights“ jetzt schon Klassikerstatus beanspruchen kann!


MySpace: www.myspace.com/defeater




DEVILDRIVER

Hier kommt der Metal aus dem Core: Front-Sicko Dez Fafara krawallt seinen Devildriver mit einer gesunden Leck-mich-am-Arsch-Laune durch ein knorriges Unterholz aus Black-, Death- und Thrash- und Nu Metal und hinterlässt dabei eine brutale Brandspur, die zwar von weiten verdammt modern aussieht, sich aber bei Lichte betrachtet auf das ganz traditionelle Mörderwerkzeug im Stil von Helden wie Exodus entpuppt. Die Amis verstehen es von Album zu Album besser, ihre derben Wutfetzen mit markenten Melodien zu vernähen, so dass ihre Stücke ein unvergesslicher Bastard sind, der einfach nur höllisch Arsch tritt. Auf der aktuellen Eruption „Pray For Villains“ hat die Truppe dabei den Anschlag des Bulldozer-Gaspedals noch ein ganzes Stück tiefer ins Bodenblech getreten, was für das WFF nur heißen kann: Bleiorkan-Warnung!



Internet: www.devildriver.com
MySpace: www.myspace.com/devildriver




DYING FETUS

Tot, töter, Dying Fetus! Immer hart an der Kante zum Grindcore feuert der Ami-Fünfer gemeine Todesbleigranaten aus dem stumpfen Chaos des Genres – und grinst dabei zynisch in die verwirrten Gesichter derer, die fassungslos auf die markanten Wundränder der Einschlagslöcher starren. Denn auch wenn sich Dying Fetus beim ersten Mal vielleicht noch wie ein beliebiger Schlag in die Fresse anfühlt: Über die Jahre hat sich die Truppe zu einer originellen Waffe geschliffen, die ebenso rabiat wie präzise ihre tödlichen Attacken herausmetzgert. Klingt wie Slayer auf Koks!



Internet: www.dyingfetus.com
MySpace: www.myspace.com/dyingfetus




EINHERJER

Wenn irgendwer den seligen Nordgöttern Bathory das Met ins Valhalla nachtragen kann, dann Einherjer! Die Norweger treibt ein beispielloses Wikingerschiff-Ruder-Groove-Brett in die Schlacht, vorangeblasen von gewitterwolkendichtem Keyboard-Pathos-Sturm und markant in den Schädel getrieben von traditionsmetallischen Hammerschlägen. Dass das Ganze aber bei aller Wucht nie grobschlächtig oder Vandalen-mäßig dumpf dahergeschippert kommt, liegt an den reichlich vorhandenen Nordfolk-Verzierungen, die sich Einherjer mit vorzüglichem Geschick in den Axtgriff zu schnitzen weiß. Abwechslungsreicher und einnehmender kann Viking-Metal nicht sein!


Internet: www.einherjer.com/
MySpace: www.myspace.com/einherjermusic




EKTOMORF



Internet: www.ektomorf.com
MySpace: www.myspace.com/ektomorf




ELSTERGLANZ

Als der Kult-Quatsch aus dem Eisfeld 2010 das WFF erstmals aufmischen durfte, brannte der Herd - und lockte die meisten Zuschauer vor die Hauptbühne, die je ein Opener für sich verbuchen konnte: Dass die beiden DDR-Spezialisten Gilbert Rödiger und Sven Wittek nicht nur auf Youtube Klassiker des Hollywood-Thrash-Kinos mit geschulter Trinkerstimme auf ein ungeahntes Unterhaltungslevel hieven, sondern auch brachial heftig rocken können, bekam der Mob vor der Hauptbühne volle Pfanne zu spüren: Sich vor Lachen zu kugeln und gleichzeitig im deftigen Pit hammermäßig über die Runden zu kommen, verlangt einiges ab. Im fiesen Trainingsanzug of Death macht Elsterglanz nämlich keine Gefangenen und geht dem Trübsinn ebenso an den Kragen wie die gleichnamige wichsfarbene Paste dem Schmierschmutz auf dem Lenker-Chrom eines Mifa-Fahrrades. Mache Eier! Alter…


Internet: www.elsterglanz-dieband.com
MySpace: www.myspace.com/elsterglanz




ELÄKELÄISET

Instrumente von Ebay für zusammen zweifuffzich, Vodka vom Großhandel und die Mucke dazu aus dem Radio? Die Rentner von Eläkeläiset treiben mit ihrer Tankstellen-Überfall-Masche jede Party direkt in die Eskalation. Das Finnen-Kommando sitzt sogar auf der Bühne am Biertisch und schraubt vom Schlager bis über Welthits bis zum Metal-Ohrwurm gnadenlos alles durch den Humppa-Polka-Wolf, was es im Vorbeiwanken zu greifen bekommt. Das Ergebnis sind schnelle, schrille und treffsichere Zwerchfellpfeile mit zwingender Durchschlagskraft, vorgetragen natürlich vorrangig auf den Folterwerkzeugen von Silbereisen & Co. Wie heißt es nochmal in Fachkreisen so passend? „Willkommen im Himmel, hier ist ihre Harfe - willkommen in der Hölle, hier ist ihr Akkordeon!“



Internet: www.humppa.de
MySpace: http://www.myspace.com/elkeliset




EMMURE

Immer alles schön der Reihe nach? Aber nicht doch: Bei Emmure aus dem sonnigen Ami-Südstaat Connecticut gibt es die Wildschweinkeule und das Preiselbeerkompott gleichzeitig! Die Combo kachelt sich auf ihrer aktuellen Großtat „Speaker of The Dead“ eine der bösartigsten Metalcore-Eruptionen der Gegenwart aus den Rippen, fügt sich nebenbei markante Mathcore-Narben zu, bröselt alsdann zuckersüchtige Göteborg-Melodien darüber – und kaum hat man den Kram geschluckt, gibt es viehische Breakdowns in den Magen. Als Gesang wird dazu ein herzallerliebstes Brüllkreischen mit unglaublichem Rachengold-Faktor angeboten - das wird ein frohes Fest!



Internet: www.myspace.com/emmure




ENDSTILLE

Jetzt wird die Hasswalze Gassi geführt! Deutschlands kompromissloseste Black-Metal-Armee klirrt und keift und hämmert und hackt einfach nur alles in Grund und Boden mit entmenschtem Hyperspeedgebolze, rostig-eiterndem Primitiv-Riffing und erdrückendem, monotonen Chaos. Wenn Black Metal Krieg ist, dann ist diese Band Weltkrieg, und zwar gegen alles und jeden. Von daher ist man auch echt schief gewickelt, wenn man das selektiv politisch verstehen zu müssen meint...



Internet: http://www.endstille.com/
MySpace: http://www.myspace.com/endstilleband




ESKIMO CALLBOY

ESKIMO CALLBOY Dein doofer Nachbar hört gern Manowar oder Accept? Hier kommt das geniale Gegenmittel: Eskimo Callboy machen dort weiter, wo Asking Alexandria immer dummerweise aufhören. Die turbofrische Neon-Entdeckung aus Castrop-Rauxel gibt ihrem arschgeilen Breitwand-Screamcore immer einen giftig-technoiden Electro-Schub extra mit auf den Weg und feuert das Emo-Erleben aus Metalcore-Sicht auf ein neues Level. Wer ein Problem mit Synthies hat, kann sich diese Band zwar auch über ihre brachialmetallische Riffhärte definitiv nicht mehr schönhören doch derlei Menschen haben in der Regel auch noch nicht verinnerlicht, welche grandios suchterregende Energie mit so einem fiesen Partymix einhergeht. Zumal EC nie den Fehler machen, sich wie die Kollegen von IWABO gelegentlich in irgendwelchen Mathcore-Nischen zu verbummeln hier geht es mit aller Herzensfrische nach vorn. So klingt 2012!


Internet: http://www.eskimocallboy.de/
MySpace: www.myspace.com/eskimocallboy




EVERGREEN TERRACE

Die vier Brachialmusikanten aus Florida machen einem lautstark klar, wie eng Straßenköter-Bissigkeit, großflächige Melodiedrogen und gemeine Hardcore-Brutalität beieinander liegen können. Mal klingen die veganen Simpsons-Fanatiker, als würden sie gerade eine Horde tollwütiger Fleischfabrikanten keulen, mal werfen sie die garstige Metalsäge an - und dann wieder schürfen Evergreen Terrace nebenbei endlos grandios brennende Muster ins Gemüt, auf die Jared Leto neidisch werden sollte. Und: Ganz nebenbei gibt es kaum eine andere Band die ihre Grooves so straff und präzise am Gängelband führt, aber nur, um sie jederzeit zornig von der Leine zu lassen. Pflicht!



MySpace: www.myspace.com/evergreenterrace




EXCREMENTORY GRINDFUCKERS

Aua, der Headliner der Herzen ist da! Vier Spaßvögel aus Hannover drehen mit Inbrunst Feten-Hits von Pop bis Schlager durch den Grindcore-Fleischwolf, das sich die davonfliegenden Knochensplitter mit Schmackes ins Zwerchfell bohren. Das klingt wechselseitig nach J.B.O. meets Angelripper auf Killerdroge oder einer erfreulichen AOK-Version, die zur Abwechslung mal die Instrumente herzhaft im Griff hat: Bei aller Lust am tonalen Chaos sind die Grindfuckers als Musikanten nämlich dankenswerterweise kein Witz, sondern untermalen ihre brüllend komischen Textverhackstückeleien mit angedeuteten Schrotflinten-Riffs der Napalm-Death-Klasse. Klassiker-Alarm, würde ich mal sagen!



Internet: www.grindfuckers.de
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EYES SET TO KILL

Einfach nur wow! Statt wie alle anderen auch die Brachialitätsschraube im Metalcore weiter und weiter zu überdrehen, widmet sich diese bemerkenswerte Ami-Truppe mit viel Herz und Geist auch mal den ruhigen Parts. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wenn es um derbe Aggro-Schübe geht, stehen die Schwestern Alexia und Anissa Rodriguez ihren Schrotflintenriff-Kollegen in nichts nach und ballern böse wie ein angepisster Panzer! Doch die akustischen Breaks sind dann bei Eyes Set To Kill viel, viel mehr als die üblichen Lagerfeuer-Cleangesang-Ruhepausen vor dem nächsten Sturm - sondern echte Pop-Perlen mit inniger Tiefe: Kitschfrei, berührend und einfach nur wunderschön. Was das Metalcore-Gefetze danach letztlich nur noch gnadenloser und effektiver macht. Merkt Euch diese Band!



MySpace: www.myspace.com/eyessettokill




FLOGGING MOLLY



Internet: http://www.floggingmolly.com/
MySpace: http://www.myspace.com/floggingmolly




GUNS OF MOROPOLIS

Wenn Mutti verdammt lecker kocht - was spricht da denn dagegen, dass die neue Perle bei ihren Rezepten genau die Ohren spitzt? Das schwäbische Quartett Guns of Moropolis hat in den letzten Jahren die Löffel ordentlich stramm gestellt, wenn ein gewisser Herr Poulsen mit seinem Volbeat ihnen die Kelle über den Arsch gezogen hat. Das Resultat: Die Band aus Heidenheim rührt uns ebenfalls ein heftig geiles, rockig-flockiges Redneck-Country-Boogie-Billy-Gemix mit einem brachialen Metallknüppel um. Aber die Perle ist ja nicht so doof, einfach Mutti lauwarm nachzukochen und würzt gewaltig mit dem eigenen Pfefferstreuer, von dem auch die Guns ausgiebig Gebrauch machen: Auf dem aktuellen Erstling „In Dynamite We Trust“ regiert mehr der traditionelle Heavy Metal ohne Thrash-Kante, dafür mit einer liebevoll-eigenwilligen Melodiearbeit. Komplett lecker, wie man es kennt - und doch anders!


Internet: www.moropolis.com
MySpace: www.myspace.com/moropolis




HEAVEN SHALL BURN

Als vor ein paar Jahren ein paar ebenso ungestüme wie sympathisch-rabiate Jungspunde aus Thüringen zum ersten Mal die Bühne des WFF im Bolt-Thrower-Plus-Modus plattwalzen durften, war dass zwar schon sehr beeindruckend - dass aus Heaven Shall Burn aber so schnell euer Wunsch-Headliner Nummer 1 werden würde, konnte damals nun wirklich niemand ahnen. Allerdings hat die derzeit wohl beste und offenherzigste Metalcore-Band des Kontinents in der Zwischenzeit auch eine Reihe von Wucht-Alben aufgenommen, die sie mit jedem Schlag eine Liga höher geschossen haben. Immer, wenn man denkt dass es fetter, grooviger, brutaler und direkter nicht mehr gehen kann, schlagen die Jungs mit ihrer Walze mit Vollgas einen Salto, um ihre einzigartige Essenz aus Metal, Hardcore und Geist aus einer neuen Perspektive doch noch einmal besser auf den Punkt zu bringen. Mittlerweile ergibt das eine ganz eigene Klasse, die alles, und zwar wirklich ALLES, was das WFF bislang zu bieten hatte, klar pulverisiert. Und damit nicht genug: Den Weltrekord-Pit aus dem Jahr 2010 (siehe Youtube) will man dieses Mal toppen. Endzeit is near!



Internet: www.heavenshallburn.com
MySpace: www.myspace.com/officialheavenshallburn




I KILLED THE PROMQUEEN

In Sachen Metalcore gehören die 2000 gestarteten Australier I Killed The Prom Queen zu den alten Hasen. Bedeutet: Hier wird noch nicht hilflos am bitterbösen Brutalitäts-Anschlag herumgetrümmert, sondern noch ein satt groovendes Hardcore-Aggregat als Energiequelle angezapft. Darum baut das Quintett einmalig packende Songgerüste aus genial kitschfreien Göteborg-Bauteilen. Kein Wunder also, dass im Fahrwasser von I Killed The Promqueen Mitte der Nuller-Jahre Genre-Pfeiler wie Heaven Shall Burn oder Bring Me The Horizon zur den aktuell massiven Größen geworden – nicht zuletzt, weil sie ordentlich die Ohren gespitzt haben, wie die Aussis ihre zwingenden Songpanzer mit unverwechselbarer Cleverness zum Rollen bringen. Für das WFF ist also nicht weniger als ein Lehrstück in Sachen kernmetallischer Vollwucht zu erwarten - von den Pionieren eines Genres!


Internet: www.ikilledthepromqueen.com
MySpace: www.myspace.com/ikilledthepromqueen




IMMORTAL





INSOMNIUM

Auch angepisst davon, dass der Vati von der Klassenkameradin sich jetzt neuerdings statt ins Bierbauch-ausgeleierte Onkelz-Shirt in In-Flames-Textilien zwängt? („Geile neue Band, hab ich jezz mal auf so‘m Festival gehört, ej!“ Dann sollte Insomnium dein Ding sein: Die Finnen machen genau dort weiter, wo die Melodie-Giganten aus Göteborg vor ein paar Jahren aufgehört haben, geil zu sein. Packend pathetische Seelensauger-Gitarrendoppel wühlen sich bei dieser Band durch nachtkalte Death-Metal-Massive, denen ihre ursprünglich raue Schale noch nicht auf Metallica-Level herunterpoliert wurde. Wer nach wie vor nicht umhin kann, die Großtaten von Bands wie Sentenced, Sundown oder Dark Tranquility ob ihres Eigenwelt-Charmes zu mögen, der wird diesen im Schliff befindlichen dunklen Edelstein lieben!



Internet: www.insomnium.net
MySpace: www.myspace.com/insomniumband




KILL DEVIL HILL



Internet: www.killdevilhillmusic.com




LAMB OF GOD

Es soll ja Leute geben, die die Schussrichtung der allermeisten Metalcore-Bands ansich ganz geil finden, mit dem bolzigen Trefferbild der entsprechenden Truppen aber dann doch nichts anfangen können. Solchen Zeitgenossen kann geholfen werden – von den Ami-Extremisten Lamb Of God! Die bauen ihre Songs ebenso frisch und eigenwillig neu auf wie der viele Emo-Jungspunde und geben mit ihren Rabiat-Grooves einen Scheiß auf traditionelles Metal-Arrangement. Dazu bedienen sie sich aber doch stets der guten alten Tugenden aus Thrash und Speed inklusive Skalpell-Soli, markiger Sägeriffs und kehligem Gurgelgesang. Eine neuen Art von Oldschool quasi – oder schlicht und ergreifend eine der originellsten Extrem-Metal-Spielarten der letzten zehn Jahre!



Internet: www.lamb-of-god.com
MySpace: www.myspace.com/lambofgod




LOKALMATADORE

Jede sachliche Debatte, mit der die Sorgen dieser Welt zum Besseren gewendet werden sollen, kann nur von mehreren Perspektiven aus geführt werden. Nachdem die Kassierer in der Vergangenheit auf dem WFF viel Beifall für ihre ausführliche Reflektion des proletarischen Frohsinns erfahren haben, tritt nun der Ausgewogenheit wegen die Gegenseite in Gestalt der Lokalmatadore ans Rednerpult. Nur Saufen und Ficken, das kann es ja nicht sein - Ficken und Saufen, das ist es doch! Denn: Was haben Frauen zwischen den Beinen und wozu sagt die Bravo Scheide? Sowas muss doch geklärt werden! Sollte es dabei allerdings Zeitgenossen geben, die noch nicht Pogo-erprobte Straßenpunksympathiesanten oder bierpreisbewusste Sport-Pegeltrinker oder im Idealfall beides sind: Bei dieser Ruhrpott-Truppe werden sie es in nullkommhicks!



Internet: www.lokalmatadore.com
MySpace: www.myspace.com/muelheim




MACHINE HEAD



Internet: http://www.machinehead1.com/
MySpace: http://www.myspace.com/machinehead




MADBALL

MADBALL Auf die altgedient harte Tour prügeln die legendären Madball die Straßen New Yorks Metal-frei: Müsste man die ruhmreiche Geschichte des NYHC auf eine Stunde eindampfen, käme wohl ziemlich exakt das heraus, was Madball auf dem WFF direkt vor deinem Gesicht zur Explosion zu bringen gedenken: Stumpf-Effektiver Mordsgroove, gepresst in Midtempo-Würfel aus Beton und mit Klitschko-Charme direkt in deine Magengrube gedrückt. Dieser massive Kult-Fels in der Trend-Brandung kann eben nicht anders: Sänger Freddy Cricien war immerhin schon 1988 oldschool, als er diese Band mit 18 Jahren gegründet hat. Gegen den Strom!


MySpace: http://www.myspace.com/madball




MESHUGGAH



Internet: www.meshuggah.net
MySpace: www.myspace.com/meshuggah




NASUM

Es wird der finale Schlussstrich unter die Ära einer Legende: Mit einer Handvoll Europa-Shows zelebriert das Schweden-Grind-Monster Nasum 2012 gleichzeitig sein 20. Jubiläum – und Ende, nachdem Sänger und Gitarrist Mieszko 2004 beim der Tsunamikatastrophe in Thailand ums Leben kam. Nasum hat 20 Jahre lang im Grenzgebiet zwischen Crust- und Grindcore die Grenzen des musikalischen Extremismus ausgelotet und mitunter heftig gedehnt – zu einer Zeit, als das noch nicht cool, sondern einfach nur mutig und abseitig war. Kontrolle und Chaos liegen bei den Minutentakt-Eruptionen dieser Kultcombo in einer Art Hassliebe beieinander: Die exzessive Lust am Lärm wird bei Nasum auf einmalig effektive Weise mit Mörderpräzision gezügelt, so dass selbst moderne Wuchtgruppen der Klanggewalt der Schweden nicht wirklich etwas entgegenzusetzen haben.



Internet: http://www.nasum.com
MySpace: http://www.myspace.com/nasumband




PENNYWISE

Wie schnell kann und muss man Zuckerbäckerpop eigentlich über die Bretter knüppeln, damit aus dem Zeux ordendlicher Sonnenschein-Partystoff wird, der auch in der Nacht der harten Gitarren noch fett Bestand hat? Die Klärung dieser Frage haben sich die kalifornischen Kult-Punks Pennywise zur Lebensaufgabe gemacht – mit gehörigem Erfolg: Die Vorzeige-Ephitaph-Amis hämmern seit 1988 immer wieder auf ihre selbstgemachte Blaupause dessen ein, was die gesamte Restwelt unter mustergültigem Melody-Skatepunk-Core versteht. Auf dem WFF wird diese Legende nun erstmals mit Ignites Zoli am Mikro mächtigen Alarm veranstalten! Denn egal, ob man jemals ein Rollbrett unter den Füßen hatte oder nicht: Wenn diese Truppe einstöpselt, verselbstständigt sich jede Bewegungsmotorik hin zum Rabiat-Mosh – und diese verflixten Melodiestacheldrähte bekommt man sowieso das restliche Leben lang nicht wieder aus dem Ohr ...


Internet: http://pennywisdom.com/
MySpace: www.myspace.com/pennywise




PERKELE

Eine Kultband, einfach nur zum Verlieben: Im Vergleich zum herrlich ungehobelten und einmalig atmenden Gitarrensound der schwedischen Band Perkele klingt der der frühen AC/DC-Alben wie glattgewichster Bon-Jovi-Bombast. Die Punk-Oi-Knaben aus Göteborg schaffen es auf ebenso grundehrliche wie ungeschönte Art und Weise, ihre Arbeiterseele in raue Songperlen zu drücken, in denen jeder verrutschte Akkord mitlebt und jedes Saitenknarzen in die Seele dringt. Selten hatte hochgekrempelter Songwriter-Rock mehr Draht in der Gitarre und mehr Stiefeltritt im Groove. Perkele ist ebenso räudig wie nachdenklich, trotzig wie angepisst – aber nie zur künstlichen Härte hochgedreht, nie zum Image erstarrt oder gar herzlos. Hier geht es nicht um das Dasein als Krieg, sondern um die real erlebten Widrigkeiten, aber auch um das Dasein der Unterschicht in Göteborg, mitten in Europa. Gewürzt wird der Perkele-Sound zudem mit offenporigen Folklore-Einschüben, denen man ebenfalls jede Menge Hingabe anhört. Besser kann staubiger Straßenpunk mit kerniger Oi-Schlagseite eigentlich nicht durch die Boxen gedrückt werden!


Internet: www.perkele-oi.com
MySpace: www.myspace.com/perkele1993




POISON IDEA

Das, lieber Nachwuchs, ist echter, tonnenschwerer Kult: Die Amis von Poison Idea haben Punk, Hardcore und Rotzrock schon in einer Zeit zu einem fiesen Straßengelärm allererster Güte verarbeitet, in der Gruppen wie Uriah Heep (genau, die mit der „Lady in Black“) noch unter „Heavy Metal“ in die Plattenkisten einsortiert wurden. Die leicht rundlichen Musikanten als „schwerste Band der Welt“ zu vermarkten, war dabei nur bedingt originell - auch wenn es von der Biomasse her hinkommen mag. Denn „fett“ hatte bei den Dickschädeln von Poison Idea schon immer vor allem musikalische Bedeutung, wobei das immense Einfluss-Gewicht in der Szene vor allem aus der brachialen Eigenständigkeit herrührte: Das hier ist zum Beispiel die Band, in deren Vorprogramm sich einst Turbonegro das Grün von der Rinde rubbeln durften. Die Band, vor der sich Brachialriffgötter wie Pantera oder Machine Head mit besessenen Coverversionen zu verneigen suchten – ohne an die Intensität des Originals heranzureichen. Und: Die Band, die ganz nebenbei Straight Edge ad absurdum führt(e). Hammer!



Internet: https://files.nyu.edu/cch223/public/usa/poisonidea...
MySpace: http://www.myspace.com/blankblackoutvacant




PRO PAIN

Okay, die New Yorker Hardcore-Institution mit dem gefährlich metallischen Glitzern in den Augen erweckt gelegentlich den Eindruck, dass sie im Prinzip nur ein Riff auf der Pfanne hat. Diese aber kachelt einem Pro Pain seit 20 Jahren aber mit derartigem Schmackes um die Ohren, dass sich der dumpfe Schlag jedesmal schmerzhaft neu anfühlt. Das Quartett beherrscht nämlich die Kunst, sich im Rahmen seiner selbst festgezurrten Welt, deren Grenzen von massivem Pantera-meets-Motörhead-Massaker einerseits und brüllenden NYHC-Aggro-Walzen andererseits markiert werden, mit spielerischer Leichtigkeit dann doch immer wieder Variationen voller Frische und Kraft zu finden. Spätestens, wenn Bandkopf Gary Meskil die Halsadern bis zum Platzen anschwellen (also nach 5 Sekunden in JEDEM Song), zerbröckelt jede Anmutung von Ödnis zu jenem Staub, den einer der legendären WFF-Moshpit bis in die Stratosphäre trampelt - Erderwärmung ole!



Internet: http://www.pro-pain.com/
MySpace: http://www.myspace.com/propainspace




SERUM 114

SERUM 114 Na, geht dir als altem Hosen-Fans der mittlerweile arg abgespreizte Altherren-Pathos, den Campino & Co im muffigen Altpunk-Popmantel gelegentlich verbreiten, ganz schön auf den Sack? Hier kommt deine Medizin: Serum 114 heißt das ultimative Deutschpunkrock-Update aus Frankfurt/Main! Die Jungs finden deutliche, geradlinige Worte für die echten Anliegen des Herzens der Straße, ohne dabei zwanghaft in den großphilosophischen Thementopf ihrer Vorgängergeneration zu grapschen oder sich für den gemeinen Onkelz-Fan so doof zu stellen wie Freiwild. Musikalisch gibt es dazu eine fette Kelle modern heruntergerotzer Party-Coolness der Marke Green Day in geil – und zwar grantig abgeschmeckt mit angesagtem Vollgas-Straßenrock. Als korrekte Kapelle ist dieses Quartett eine grandiose Entdeckung!


Internet: http://www.serum114.de/
MySpace: www.myspace.com/serum114punkrock




SKELETONWITCH

Heißa, das ist doch mal was: Bei Skeletonwitch wird das Kult-Riff-Konglomerat aus der Hinterglas-NWOBHM-Sammlung von Kühnemund auf traditionelles Frühneunziger-Black-Metal-Tempo hochgepitcht und mit so rotziger Thrash-Attitüde heruntergebrettert, dass der Metal Hammer vor der Wende garantiert die Null gezückt hätte. Obwohl Abwechslung bei diesen unseren Helden ganz groß geschrieben wird: Die fünf Amis zocken saucoole Retro-Leads, poltern mit finntrolliger Schrulligkeit über originelle Stolperbreaks, bangen wie Hölle - und Sänger Chance Garnett gurgelt genial kehlig drüber wie der junge Kreator-Mille im Zombie-Modus. Ganz großes Kino, das am besten auf Vinyl kommt - oder live auf eurem Lieblingshartklang-Festivalhammer!


Internet: http://www.skeletonwitch.com/
MySpace: http://www.myspace.com/skeletonwitch




SMOKE BLOW

Wer ein Album ebenso schlicht wie großkotzig „The Record“ nennt, muss entweder dringend mal zum Onkel Kopfdoktor - oder aber er kann sich das nun einmal leisten, weil das entsprechende Klangfutter dahintersteckt. Wie bei den Dreckcore-Helden Smoke Blow, die mit dieser ihrer exakt so benannten letzten Scheibe das definitive und damit hoffentlich nicht finale Statement der Bandgeschichte abgeben. Die einmalige Assi-Mischung aus mörderischem Doomgroove, Death‘n‘Roll und räudigem Straßenköter-Punkcore hat auf „The Record“ eine kaum mehr zu toppende Schlagkraft erreicht. Die Band aus Kiel feuert mittlerweile Hammerhit auf Hammerhit mit der Präzision einer Reaper-Drohne - betätigt den Abzug aber mit großem Herz und dem stets präsenten Blues in der Seele. Nach dem Tourjahr 2012 will dieser Sympathentrupp den Namen Smoke Blow aus dem Profi-Business heraushalten und nur noch aus Spaß an der Freude gelegentliche Einzelgigs spielen - also zurückgehen auf das Level, von dem aus man vor einigen Jahren als bissiger Newcomer das WFF von hinten aufzurollen begann. Respekt, diese Eier hat nicht jeder - ein Grund mehr also, Smoke Blow gebührend abzufeiern!


Internet: www.smokeblow.de
MySpace: www.myspace.com/smokeblow




SOULFLY

Wer das leckere brasilianische Abrissbirnen-Kompott von Soulfly der diversen vorangegangenen WFF-Attacken noch als wunderfein fair gehandelte Ethno-Groove-Granate mit modischem Riffgeschmack an der Strickmütze kleben hat, dem wird unser Maxe Cavalera diesmal definitiv die Fusseln aus dem Gesicht schmirgeln: Die aktuelle Soulfly-Scheiblette nennt sich „Enslaved“ und ist nicht nur mit Abstand das bisher dunkelste Werk der Band, sondern auch das brutalste. Irgendwo zwischen Deathcore und Groovethrash ballert die Band derart angefressen aus allen Rohren, dass es einem selbst als langjährig gestähltem Supporter himmelangst werden kann. Und trotzdem klingt das Gemetzel so auf den Punkt nach Soulfly, dass sie die Frage nach irgendwelchen Trend-Stilistiken gar nicht stellt. Das hier ist ganz eigene Sonderklasse!


Internet: www.soulfly.com
MySpace: www.myspace.com/soulfly




STICK TO YOUR GUNS

STICK TO YOUR GUNS Genau so geht es, das untotbare, weil einfach nur genial erfrischende Hardcore-Geballer der modernen Weltklasse: Die kalifornischen USAmis von Stick To Your Guns wollen keinen Progressiv-Originalitätspreis, sondern einfach nur ihre sonische Faust in deiner Magengrube versenken - immer und immer wieder! Da sind am Ende die geil griffigen, aber natürlich absichtsvoll zu kurzen Singalong-Refrains nur dünne Fassade: Hier geht es um Wut, Dreck und Groove vorgebracht mit der disziplinierten Präzision einer gut abgerichteten Bulldogge. Fluchtwegen? Keine!


Internet: www.sticktoyourguns.com
MySpace: www.myspace.com/styg




STREET DOGS

Wer eine Superband wie die kultigen Dropkick Murphys verlässt, der muss eine Vision haben: Die von Sänger Mike McColgan heißt Street Dogs und fabriziert seit nunmehr über 10 Jahren zu Herzen gehenden Akustikpunkrock mit angenehm besselter Folk-Seite. Die Straßenköter aus Boston können zwar auch mächtig Dampf vom Kessel lassen, pressen ihr Arbeiterklassenherz aber nicht vorrangig in kantige Wutklumpen: Die Band erzählt in ihren erdig-abgehangenen, gern auch melancholisch-offenen Songperlen vom Leben mit all seinen niederträchtigen Tiefschlägen und kleinen Freuden Dabei nimmt man sich nach wie vor die Freiheit, vom punkrockigen Blickwinkel aus auch mal Richtung Reggae oder Ska zu schielen...


Internet: www.street-dogs.com
MySpace: www.myspace.com/streetdogs




SUICIDE SILENCE

Hier, liebe Bring-Me-The-Horizon-Fans, kommt die Version für Jungs: Dort, wo Oli und Co. ihren angesagten Brit-Deathcore mit knuffigen Emo-Elementen auf Schulranzen-tauglich häkeln, packen die Ami-Spunde von Suicide Silence das blutige Metzgermesser und zeigen die Dunkelheit, so wie sie ist: Finster statt melancholisch! Das Gehacke der beängstigend abgründigen Bande ist ein gehässiger Hass-Bastard, zusammengefügt aus den überschäumenden Aggro-Elementen aller bekannten Metal-Spielarten. Das mögen Traditionalisten als infantil finden - nur: In dem Alter, in dem die Suicide-Silence-Knaben ein technisch hoch anspruchvolles Meister-Machwerk wie „The Black Crown“ vorlegen, hat es bei den Jungs von Sodom gerade mal für ein handwerkliches Armutszeugnis wie „Obsessed by Crueltry“ gereicht…



Internet: http://www.suicidesilence.net/
MySpace: http://www.myspace.com/suicidesilence




TEXAS IN JULY

Im Prinzip steuern Texas in July mit einer solide grundausgestatteten Metalcore-Walze durch die Botanik - das Teil trumpft allerdings auf den zweiten Blick mit einer arschgeilen Sonderausstattung auf, die für einen exorbitanten Suchtfaktor sorgt. Da sind zum einen die allerorts sorgsam eingewobenen Lead-Melodien, die sich bei aller Kompatibilität dezent sämtlichen Metal-Klischees entziehen und der aktuellen CD „One Reality“ eine seltene Form von dezentem, dadurch aber umso zwingenderen Bombast beimengen. Zum anderen verstehen es diese Fabel-Amis außerordentlich geschickt, ihre Rhythmusarbeit über das Moshpit-Getriebe hinaus mit originellen Verzierungen aufzupimpen: Schön, dass mal wieder jemand den guten alten Killswitch für markant-effiziente Stops einsetzt. Eine Hammerband, für die die Zeit des Unterschätztwerdens ein für alle Mal vorbei sein sollte!


MySpace: www.myspace.com/texasinjuly




THE BONES

Jetzt qualmt der Schlot und dröhnt der Refrain: Für ihren kräftig angebluestem Ratter-Rock mit Arschtritt-Siegel sind The Bones mittlerweile so berühmt, dass man die Schweden getrost in einem Atemzug mit Genre-Helden wie Social Distortion nennen darf. Wo sich andere Punk’n’Roll-Epigonen vor allem für ihre Tattoos ins Zeug legen und sich dabei den Kopf zerbrechen, mit welchen coolen Klamotten sie denn nun ihr Desinteresse für coole Klamotten am besten inszenieren, zeigt das Quartett aus Karlskrona einen tief pulsierenden Motor-Herzschlag, der ihre kantig-griffigen Gassenhymen zeitlos-röchelig befeuert und ihnen auch abseits jeder Faust-in-die-Luft-Party Nachhaltigkeit verschafft. Ist doch auch irgendwie fetter, wenn man nach der Pit-Orgie nicht nur leeres Hämmern im Schädel hat, sondern immer noch diese verdammt geile Melodie auf den Lippen trägt…



Internet: www.bonesrocknroll.com
MySpace: www.myspace.com/thebonesrockandroll




THE BROWNING

Verdammt: Ja, das ist eine Waffe! Dort, wo offenporige Sympathieträger wie Enter Shikari oder die britischen Ravecore-Granaten Asking Alexandria aufhören, fängt das amerikanische Dallas-Kommando The Browning erst an. Hochenergetische Tanzbein-Elektronik mit massiver Ibiza-Sogwirkung trifft auf ausgesucht hinterhältige Deathgrunts und entsprechend mörderische Bleiwalzen aus der tradierten Todesriffküche. Passt zusammen wie doppelt konzentrierter Red Bull mit selbstgebranntem Killerwodka - wie werden die wichtigsten Vollwucht-Energiequellen des Freiluftsommers auf äußerst effektive Weise zusammengeschaltet. Ab einer entsprechenden Lautstärke müssen das wohl auch Traditionalisten schmerzhaft freudig einsehen!



MySpace: http://www.myspace.com/thebrowningproject




THE CARBURETORS

Hier brennt der Diesel noch mit offener Flamme: The Carburetors aus Norwegen zocken sämtliche Dreckrock’n’Roll-Klischees mit einer derart arschcoolen Lässigkeit, dass man einfach nur noch niederknien möchte. Ölige Abgeh-Riffs von bulligen Dragster-Format, Amischlittenbreite Stadiongrooves und aufdringlich verchromte Poser-Solos, dick wie ungewaschene Eier in einer spermaspeckigen Lederhose gehen hier eine heilige Koalition ein, zu der es nördlich von Motörhead keine Party-Alternative gibt. Das Vollgas-Organ von Frontrocker Eddie Guz klingt zudem, als hätten einige drogenbedingt übermotivierte Garagendoktoren aus den Leichenteilen der kaputtesten Röchelmonster des Rock eine Art Elvis 2.0 zusammengeflickt. Also:Spiegelbrille ins Gesicht, Matte in den Schlamm, Fäuste in die Luft! Und zwar ohne Unterlass!


Internet: www.thecarburetors.com
MySpace: www.myspace.com/carburetors




THE TURBO AC`S

Wir leben in Zeiten von Zeichen und Wundern: 2011 kamen die genialen Surf‘n‘Roll-Punks der Turbo AC‘s nach fünf Jahren doch endlich mal mit einer neuen Platte aus dem Quark - und jetzt zeigen sie auf dem WFF, warum sie nach wie vor der Hecht in der Goldfisch-Ölpfütze der Drei-Akkorde-Offenbarung sind! Das Trio aus New York rabaukt und rotzt einem seine Zwei-Minuten-Geschosse nach wie vor kompromisslos wie keine zweite Streetpunkcombo vor die Füße - und versteht es trotzdem, die Vollgas-Ausbrüche mit geschickten Hooks und Breaks ungewöhnlich spannend zu halten. Das gelingt ansonsten in dieser Güteklasse allerhöchstens den grandiosen Social Distortion, nur dass The Turbo AC‘s, statt bluesig Country-Attitüde zuzubuttern, die Surfgitarren gnadenlos scharfkantig dengeln lassen. Yeahyeahyeah!


Internet: www.turboacs.com
MySpace: www.myspace.com/theturboacs




TRIVIUM

Wer über moderne Härte mitreden will, kommt an Trivium nicht vorbei. Als einer der wenigen Bands des Genres ist es dem Florida-Quartett gelungen, die traditionellen Riff-Stärken des Heavy Metal mit der Wucht und ungestümen Groove-Power aktueller MetalCore-Lesart zu verbinden. Killerriffs jagen hier bissige Heckenschützen-Melodien, pathetische Gänsehautmomente werden von donnernden Salven-Grooves umgerissen, getrieben von einer fast schon beängstigenden Souveränität und vor allem: Immer so perfekt wie überraschend ausbalanciert. Trivium ist noch nicht groß genug, Trivium wird noch viel, viel größer – und zwar mit voller Wucht!



Internet: http://www.trivium.org/
MySpace: http://www.myspace.com/trivium




UNEARTH

Die Herren aus Massachusetts gehen mittlerweile fast schon als die ehrwürdigen Urgesteine des Metalcore durch – doch Unearth haben es faustdick hinter den Ohren und zeigen den Jungspunden, wie man die Daumenschrauben so anzieht, dass es richtig wehtut. Wo viele moderne Bands ihr Heil in immer neuen Extremen suchen, wissen die vier Amis ganz genau, wie man aus vergleichsweise herkömmlichen Szene-Mitteln eine verdammt exquisite Rennkarre zusammenschraubt – und damit locker manchen überzüchteten Gewaltklang-Boliden versägt. Unearth sind bei allem Effektiv-Aggro-Grove mehr Metal als Core und verstehen es, mit messerscharf gefeilten Melodiepfeilen alten der Maiden-In-Flames-Schule nicht nur Alarm zu machen, sondern langfristige Wunden zu schlagen. Erst recht, weil die Band die hohe Kunst des Songwritings auch abseits der Effekthascherei perfekt beherrscht. Königlich!


Internet: http://unearth.tv/
MySpace: http://www.myspace.com/unearth




WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER

Sagen wir mal so: Wenn man Kult-Chaoten wie Iwrestledabearonce oder Design The Skyline als die Savatage oder Rush des Emo-Mathcore ansehen mag, dann haben wir es bei den brandenburgischen Spaß-Deathcorern We Butter The Bread With Butter mit den Van Halen des Genres zu tun: Das Quartett stellt sich in Sachen Zugängigkeit nicht kunstvoll selbst die Szene-Beine und versteht es, sein humorvolles Gegurgel aus brachialen Sandpapier-Riff-Eruptionen und Hossa-Melodien mit so viel griffiger Raffinesse zu versehen, dass auch auswärtige Hörer die Sache auf einmal hitmäßig geil finden können. (Eine offene Tür, die aus der Innensicht natürlich als Kommerz verschrieen ist.) Umgekehrt müssen aber selbst starrsinnige Szeneverächter zugeben, dass die Truppe bei allen zutreffenden Klischees wesentlich mehr Substanz mitbringt, als man ihr aus der Ferne zugestehen wollte. Anders formuliert: Das hier könnte das nächste dicke Ding werden – WBTBWB machen alles richtig, um das komplette WFF zu rulen!



Internet: www.wbtbwb.de/
MySpace: www.myspace.com/wbtbwb




WINDS OF PLAGUE

Was für eine dunkle Wolke! Man stelle sich vor, irgendwer hätte Cradle Of Filth den Kitschfaktor gezogen wie einen morschen Backenzahn – und das Loch mit Metalcore-Groove und griffigem Songwriting-Talent gestopft. Dann ist man in etwa bei Winds of Plague aus Los Angeles. Die Amis backen aus den üblichen Zutaten moderner Metal-Härte ganz eigene Giftplätzchen und sind mit ihren Bombast-Keyboards die wohl am wenigsten nach Deathcore klingende Deathcore-Band des Planeten. Denn statt der ewig gleichen Wutausbruch-an-Wutausbruch-Arrangements ziehen WoP einen düster-packenden Spannungsbogen durch ihr infernalisches Geröcheln, das damit nicht nur die Dropdead-Kiddies anfixen dürfte.


MySpace: www.myspace.com/windsofplague




XIBALBA

Kalifornien = Surfbrett? Na klar: Xibalba drischt dir das Ding aber volle Latte in die Kauleiste. So herzensfroh angepisst wie dieses Mörder-Hardcore-Kommando hat schon lange keine Oldschool-Truppe mehr geklungen - und trotzdem bringt diese Anti-Straight-Edge-Kapelle das Kunststück fertig, aus den Ritzen ihrer sauoriginellen Mixtur aus altem Deathmetal und altem Brecheisen-Hool-Gebolze eine kultige Portion Latino-Sonne schimmern zu lassen. Diese Freude empfindet wohl ein Skater, der sich von einem Dragster mit Vollgas gegen eine Betonmauer schleppen lässt. Xibalba ringt jedenfalls der kompromisslosen Pit-Wut eine ungeahnt neue Facette ab - feinfein!


MySpace: www.myspace.com/placeoffear


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